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Gastbeitrag:#machtdigital 5 Schritte zum erfolgreichen Employer Branding

Employer Branding hat in den letzten Jahren einen wahrhaften Boom erlebt. Die Logik dahinter scheint so einfach wie einleuchtend zu sein: Wer es nicht schafft, sein Unternehmen in einem attraktiven Licht zu präsentieren, der verliert den Kampf um die guten Mitarbeiter. Je weniger geeignete Kandidaten, desto härter der Kampf.

Tatsächlich aber gibt noch mehr Gründe für die steigende Relevanz von Employer Branding. Die Art und Weise, wie Unternehmen und Kandidaten kommunizieren, hat sich im Zuge der Digitalisierung (wie auch der Markt für Arbeitskräfte) schlichtweg auf den Kopf gestellt.

Bewerber haben eine unglaubliche Vielzahl an Möglichkeiten und an Kanälen, sich über ein Unternehmen zu informieren. Und wenn sie sich informieren wollen, dann muss das „right here, right now“ passieren. 24/7 Response!

Deshalb ist auch der Prozess das Wichtigste beim Employer Branding. Denn er muss all diese Aspekte berücksichtigen. Insbesondere vor dem Hintergrund der weiten Verbreitung und hohen Verfügbarkeit digitaler Inhalte müssen Versprechen relevant, abgestimmt und vor allem auch bulletproof sein. Sonst geht die schönste Kampagne nach hinten los.

Also los geht’s! Aber was ist denn eigentlich wichtig beim Employer Branding Prozess? Hier 5 Tipps, wie Ihr Prozess ein Erfolg wird und wie Sie ihn vor allem auch intern gut nutzen können.

1. Prozess
 

Employer Branding lässt sich auf vielfältige Art und Weise bewerkstelligen. Wenn sie aber einen strukturierten, analytischen Prozess auswählen, ist eins schon mal gesichert: Sie haben das Heft in der Hand. Sie wissen, was wann wo unter welcher Beteiligung passiert. Damit können Sie ganz genau planen, wann welche Kollegen an dem Prozess teilhaben und welche Rolle sie dabei spielen können. Sie wissen genau, an welchen Punkten Sie eingreifen können, wenn mal was in die falsche Richtung läuft. Und above all: Bei einem analytischen Prozess können Sie jede Entscheidung mit den Ergebnissen des vorherigen Schrittes begründen. Das gibt Sicherheit für das ganze Projekt.

2. Research
 

Research gehört zu jedem anständigen Employer Branding Prozess. Wichtig dabei: Sowohl Marke als auch Einstellung und Verhalten aus möglichst vielen Perspektiven zu betrachten. Denn nur so bekommen Sie ein vollständiges Bild. Ein Workshop mit ein paar Führungskräften reicht dazu mit Sicherheit nicht. Scheuen Sie sich nicht, wichtige Themen sowohl quantitativ als auch quantitativ abzugreifen, also quasi zu doppeln. Auf diese Weise bekommen Sie viel qualitativen Input für die Ideenentwicklung, aber sichern Ihre Erkenntnisse auch mit harten Zahlen ab. Ein unschätzbarer Vorteil, wenn es darum geht, die nächsten Schritte zu untermauern.

3. Agenda

Ein Employer Branding Prozess bringt Aufmerksamkeit im Haus. Das ist eine gute Chance, Themen eine Bühne zu geben, die sonst gerne beiseite geredet werden. Ist die Bildwelt noch stimmig? Passt unser Selbstbild zu den Antworten der Kunden und Partner? Nutzen Sie den Research, die Workshops und Feedbackrunden, um diese Themen zu platzieren und wertvolle Insights dazu zu gewinnen.

4.  Kontakte

Employer Branding macht neugierig. Und Spaß! Das werden Sie schnell merken. Das führt dazu, dass Sie Zugriff auf alle wichtigen Ansprechpartner haben werden, wenn der Prozess erst einmal ins Rollen gekommen ist. Keiner wird sich dem Projekt ernsthaft verwehren. Das ist an sich schon mal eine tolle Sache, aber für Sie steckt mehr drin: Überlegen Sie sich, welchen Nutzen ihre Kollegen aus dem Projekt ziehen wollen und wie Sie ihnen dabei mit Informationen oder Plattformen helfen können. Sie werden sehen: je größer der vermittelte Nutzen, desto mehr Unterstützung und Information werden Sie erhalten.

5. Feedback

Mit Feedback stellen Sie den Erfolg Ihres Employer Branding Projekts sicher. Beweisen Sie jedem im Unternehmen, dass Sie ihn nicht vergessen haben und dass sein Input und seine Beteiligung - und sei es im Geiste - ernsthaft wichtig sind. Das bewirkt, dass sich Mitarbeiter und Beteiligte schon weit vor Projektschluss und weit vor der Entwicklung kreativer Ideen stark mit der Unternehmenskultur, seinen Werten, seiner Zukunft auseinandersetzen. Sie beginnen quasi schon vor dem eigentlichen „Launch“ mit der Umsetzung. Darüber hinaus hilft Ihnen Feedback auch als Gradmesser, ob sie nach wie vor auf der richtigen Spur sind.

Also nicht vergessen: Nutzen Sie den Prozess und seine Möglichkeiten, so gut Sie können. Gar so schnell kommt diese Gelegenheit vermutlich nicht wieder.

Autor: Frank Albrecht Director Strategy & Insight BLOOM

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